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Daryl Hung beim VfR

EM-Gold für Niederlande

90-Jahr-Feier des VfR

Für Regionalliga gewappnet

Spitzenspieler für VfR

Neue Spieler

Chen zum VfR

Spielerwechsel

Allgemeine Presseberichte

Inhalt 

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 03.03.12

Simmern zieht alle Register: Hung fliegt ein

Daryl Hung vor seinem ersten Einsatz in Nieder Roden

Tischtennis-Regionalliga VfR in Nieder-Roden

Simmern Tischtennis-Regionalligist VfR Simmern zieht im Kampf gegen den Abstieg alle Register: Am Sonntag (15:00 Uhr) im Auswärtsspiel bei Nieder-Roden verstärkt der erst 16-jährige Chinese Daryl Hung die Hunsrücker - und das auch, weil Daniel Sporcic fehlt.

Daryl Hung? Wer soll das denn sein? Ganz leicht ist die Frage nicht zu beantworten, denn selbst Mannschaftskapitän Markus Streicher kennt Hung nur aus Erzählungen und einem Video. Das zumindest sah vielversprechend aus und auch die wenigen Informationen, die über den 16-Jährigen aus Hongkong , einem Bekannten von Simmern Top-Mann Chen Zhibin, bekannt sind, deuten auf eine echte Verstärkung hin. Hung, derzeit Nummer 13 in Hongkong, Nummer 68 der Weltrangliste der U 18-Junioren und bei den Männern bereits die Nummer 538, weilt derzeit in Deutschland. Zum Vergleich: Evgheni Dadechin, Simmerns Nummer zwei, liegt an Position 608 und Mike Bast, der lange Jahre für den VfR im vorderen Paarkreuz spielte, steht derzeit auf Position 701. Das Nachwuchstalent scheint auf dem besten Wege zu einer steilen Karriere, in den vergangenen Jahren hat sich Hung kontinuierlich verbessert und rückt in der Weltrangliste immer weiter vor. Die derzeitige Position ist sein bisheriger Höchststand, sodass er in guter Form zu erwarten ist.

Hung wird aber nicht nur gegen Nieder-Roden mitspielen, sondern auch am kommenden Wochenende gegen Mainz für die Hunsrücker aufschlagen. Das wird auch bitter nötig sein, denn Daniel Sporcic wird bei beiden Spielen fehlen. "Daryl ist schwer einzuschätzen. Wenn er uns Punkte liefert, dann haben wir in den kommenden Wochen eine gute Chance richtig Boden gut zu machen", sagt Streicher. [...] Bei einem Sieg könnte der VfR den Abstand auf Nieder-Roden auf einen Punkt verkürzen und damit wieder Anschluss ans Mittelfeld finden. pek

Tischtennis, November 2011, S. 25

Wir hatten alle Tränen in den Augen

Mit zwei gebürtigen Chinesinnen und einer eingebürgerten Russin holten die Niederlande zum vierten Mal in Serie Gold.

Ein Beitrag von Rahul Nelson [gekürzt]

Einfach war es in der Tat nicht. Im Finale gegen Rumänien nicht, beim nur scheinbaren 3:0, und auch im Halbfinale gegen Ungarn nicht, das der niederländische Nationaltrainer Chen Zhibin als "unser schwerstes Spiel in diesem Turnier" bezeichnete. Hätte die Ungarin Georgina Pota eines ihrer beiden Fünf-Satz-Matches gegen Li Jiao und Li Jie gewonnen, so wäre der Titelverteidiger nicht ins Finale eingezogen. Doch sowohl in dieser Partie als auch im Endspiel zogen die Holländerinnen ihren Kopf aus der Schlinge. Die Rumänin Elizabeta Samara, die bei 2:1- und 10:8-Führung gegen Li Jie schon wie die sichere Siegerin ausgesehen hatte, ärgerte sich hinterher schwarz. "Ich hätte gewinnen sollen. Ich hatte Matchbälle und dann Pech." Allerdings. Den ersten wehrte Li Jie aus schier aussichtsloser Position mit einem Netzball ab, bei 10:10 setzte sie noch einen Kantenball hinterher. Im dritten Spiel wehrte auch Timina gegen Bernadette Szocs einen Matchball ab. Lediglich der Auftaktsieg Li Jiaos gegen über Daniela Dodean war deutlich ausgefallen. "Rumänien hätte gegen uns auch 2:1 führen können, dann wäre das ein schwierige Partie geworden", räumte Chen Zhibin ein. Doch letztlich bestätigte sein Team mit diesem Erfolg auch seine große Klasse. Daniela Dodean erklärte nach ihrem 0:3 (-7, -7, -5) gegen Li Jiao: "Ich habe viel besser gegen sie gespielt als letztes Jahr. Aber es war sehr schwierig, sie war zu gut. Letztlich ging es schnell." Die Penholderspielerin Li Jiao ist die Garantin für die niederländischen Erfolge. Timina erklärte: " Wir haben in den letzten vier Jahren vier Goldmedaillen gewonnen und Li Jiao hat in diesen vier Jahren nur ein Spiel verloren. Das ist ein unglaubliches Ergebnis."

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 09.09.11

VfR Simmern feierte 90. Geburtstag

Festakt Vorführungen und Grüße aus Peru

Simmern. Zur 90-Jahr-Feier des VfR Simmern kamen Grüße aus Peru. Laura Simon, Deutsche Juniorenmeisterin im Brustschwimmen, sollte als Vereinsmitglied für ihre Leistungen geehrt werden. Da sie sich aber in Lima auf die Schwimmweltmeisterschaften der Junioren vorbereitete, konnte sie am Festakt nicht teilnehmen und wünschte aus der Ferne der Feier einen erfolgreichen Verlauf. Geehrt werden konnten aber viele andere der zwölf Abteilungen des Sportvereins, darunter südwestdeutsche Meister, Rheinland-Pfalz-Meister und Oberligameister. Auch die Arbeit der Trainer und Abteilungsvorstände wurde gewürdigt. Ein besonderer Dank des Vorsitzenden Erich Hölzl galt Wolfgang Schamma, der das Fest mit einem Organisationskreis vorbereitet hatte.

Der Schirmherr des Festes, Simmerns Stadtbürgermeister Dr. Andreas Nikolai, der Vertreter des Landrates, der erste Kreisbeigeordnete Reinhard Klauer, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Simmern, Manfred Faust, der Präsident des Fußballverbands Rheinland, Walter Desch, und die erste Gauvertreterin des Turngaus Hunsrück, Renate Linn-Reuter, konnten sich während des Festaktes bei den Darbietungen von den Leistungen der Sportler überzeugen.

Kinder- und Jugendgruppen der Rock ´n´ Roll-Abteilung präsentierten Formationstänze. Ein Paartanz von Nina Hofmann und Jörg Hoffmann löste spontanen Beifall aus. Die Hapkido Sportgruppe führte ihre Fall-, Sprung- und Kampftechniken vor. Ein Schaukampf zweier Tischtennisspieler aus der Herrenmannschaft, die in die Regionalliga aufgestiegen ist, komplettierte die Darbietungen. Bernd Wilhelm moderierte die Veranstaltung.

Auf dem Kunstrasenplatz und in den Hallen des Schulzentrums an der Kümbdcher Hohl hatten nach dem Festakt die zahlreich erschienenen Gäste Gelegenheit, mit den Spitzensportlern der Abteilungen ihre Kräfte zu messen, was auch reichlich genutzt wurde. Die fünf Tischtennisplatten, die drei Badmintonfelder und der Sprungparcour der Turnriege fanden ebenso regen Zuspruch wie die Möglichkeiten, sich in Handball- oder Fußballtechniken einweisen zu lassen oder sich geistig beim Schachspiel zu trimmen.

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Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 11.06.11

VfR Simmern ist für Regionalliga gewappnet

Tischtennis Kreisstädter haben sich gut verstärkt und können sich berechtigte Hoffnungen auf den Klassenverbleib machen

Simmern. Der VfR Simmern macht ernst – gleich vier Neuverpflichtungen, davon zwei Nachwuchsspieler und ein 22-Jähriger, machen den Aufsteiger wohl zum jüngsten Team in der Regionalliga. Einem Team, das durchaus berechtigte Ambitionen auf den Klassenerhalt hat.

Nach dem Aufstieg in die Regionalliga hat der VfR das wohl jüngste Team seiner Vereinsgeschichte zusammengestellt. Rechnet man Altmeister Chen Zhibin mit seinen 49 Jahren raus, so beträgt das Durchschnittsalter des VfR gerade einmal 23 Jahre. Aber ohne Chibin wären die Jungen wohl kaum nach Simmern gewechselt. Der Chinese ist gleichzeitig Nationaltrainer der holländischen Frauen, die 2008 und 2010 Europameister wurden, und war zu seinen besten Zeiten die Nummer fünf der Weltrangliste. Sein Name ist auch den neuen VfR-Talenten ein Begriff.

Nun wird Zhibin an Nummer eins bei den Hunsrückern aufschlagen. Kurz vor Transferschluss sicherten sich die Simmerner auch noch die Dienste von Zweitligaspieler Evgheni Dadechin. Der 22-Jährige kommt vom TTC Grenzau II und wird an Position 2 agieren. Dadechin ist Moldawiens Nummer eins und wird weiterhin in Grenzau unter Profibedingungen trainieren. Wie stark Dadechin wirklich ist, muss man abwarten. In seiner ersten Halbserie für Grenzau erspielte er sich im mittleren Paarkreuz der zweiten Liga eine gute 7:10-Bilanz. In der Rückrunde schwächelte er und kam nur auf drei Siege bei zwölf Niederlagen. Für die Mannschaft des VfR ist er aber eine absolute Verstärkung, denn so kann Daniel Sporcic gemeinsam mit Markus Streicher in der Mitte spielen. "Wir wollten ein konkurrenzfähiges Team und das haben wir mit diesem Transfer erreicht", freute sich der Zweite Vorsitzende des Fördervereins, Joachim Baustert.

Im hinteren Paarkreuz bietet der VfR zwei 15-Jährige auf. Der eine, Jan Limbach, hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert. Mit zwei Noppen-außen-Belegen spielt Limbach unkonventionell. Kapitän Streicher bescheinigt ihm eine "außergewöhnliche Schnelligkeit mit einer krachenden Vorhand". Limbach kommt aus Mündersbach, wo er im vorderen Paarkreuz eine gute 8:10-Bilanz in der Oberliga spielte.

Ebenfalls 15 Jahre alt ist der zweite Neue fürs hintere Paarkreuz. Lucas Senscheid stößt aus Wirges zum VfR und spielte in der letzten Saison insgesamt eine 18:14-Bilanz in der Oberliga. "Wir wollten junge, hungrige Spieler, die großen Ehrgeiz mitbringen. Unser Ziel ist es, auf Augenhöhe zu spielen", so Baustert. Um diesem Ehrgeiz gerecht zu werden, plant der VfR einmal in der Woche eine offene Trainingsgruppe aus erster und zweiter Mannschaft. Baustert: "Wir hatten das schon länger im Vorstand besprochen. Die jungen Spieler kamen auf uns zu und ich bin froh, dass das jetzt klappen wird." Alternierend wird das Training in Koblenz und Simmern stattfinden. "Es wird kein systematisches Training sein, sondern eher ein offenes, in dem sich die Spieler gegenseitig beraten. So kann jeder seinen Trainingsschwerpunkt selbst bestimmen", so Baustert.

Bei soviel Aufbruchstimmung im Hunsrück stellt sich die Frage nach der Finanzierung: "Es war ein hartes Stück Arbeit. Wir haben viele Gespräche geführt, aber der maßgebliche Auslöser war die Bereitschaft unserer Sponsoren, ihren Beitrag noch weiter aufzustocken", so Baustert.

Wie die zweite Mannschaft im einzelnen aufgestellt wird, ist noch unsicher. Es kristallisiert sich aber heraus, dass sich auch die dritte Mannschaft über Verstärkungen freuen kann. Mit Tobias Henrich und Jens Dieterich kommen zwei spielstarke Akteure in die 1. Bezirksliga, so dass die Dritte sicherlich um den Aufstieg spielen wird. Peter Krämer

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 04.06.11

VfR Simmern legt mit dem Rumänen Evgheni Dadechin nach

Tischtennis Aufsteiger hat sich für die Regionalliga gut aufgestellt

Simmern. Der ein oder andere Überraschungstransfer hat sich doch ergeben, als mit Ablauf des Monats Mai die Wechselbörse des rheinländischen Tischtennisverbandes geschlossen wurde. Unter anderem legte Regionalliga-Aufsteiger VfR Simmern mit einem 20-jährigen Rumänen nach.

[...] Das Spitzenpaarkreuz der in der dritthöchsten deutschen Spielklasse antretenden Kreisstädter besetzen künftig der holländische Frauen-Nationaltrainer und frühere chinesische Weltkasse-Mann Chen Zhibin und der Ex-Grenzauer Evgheni Dadechin. Der 20-jährige Rumäne spielte bei der Grenzauer Reserve in der Zweiten Bundesliga und dürfte wie Zhibin eine große Verstärkung für den VfR werden. Mit Jan Limbach, Moritz Weinand (beide TTC Mündersbach), Lucas Senscheid (TTC Wirges) und Stefan Kemmer (TuS Rheinböllen) zog es gleich ein Quartett starker Rheinländischer Nachwuchsakteure nach Simmern. Vervollständigt wird die Liste der VfR-Neuzugänge durch Pascal Noll (TuS Rhens) und Doreen Reichert (TB Beinstein). Benjamin Bator (FSV Mainz), Frederik Hoffmann und Clarissa Becker hingegen haben den Verein verlassen. [...] kjo

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 09.04.11

Der VfR Simmern holt zwei 15-Jährige

Tischtennis-Oberliga Jan Limbach und Lucas Senscheid kommen

[Christopher Simonis und Lucas Senscheid, zwei talentierte Jugendliche beim TTC Wirges. Beide wechseln in die Regionalliga: Christopher geht zur zweiten Mannschaft des TTC Grenzau und Lucas kommt nach Simmern.]

Simmern. [...] Der VfR Simmern wird nach einem glänzenden Jahr in der Oberliga wieder in die Regionalliga zurückkehren. Die Planungen dazu laufen auf Hochtouren. Unter der Woche wurde bekannt, dass sich zwei weitere Neuzugänge für die Hunsrücker gefunden haben. Vom Ligakonkurrenten Mündersbach kommt der erst 15-jährige Jan Limbach. Nach einer 11:1-Bilanz im hinteren Oberligapaarkreuz erspielte Limbach im vorderen Paarkreuz eine beachtliche 5:7-Bilanz. Neben Limbach kommt eine weiteren Nachwuchshoffnung: Lucas Senscheid, ebenfalls 15 Jahre, aus Wirges. Auch er wusste hinten in der Oberliga-Hinrunde mit einer 12:4-Bilanz zu glänzen und war der einzige, der seinen zukünftigen Mannschaftskollegen Limbach schlagen konnte. In der Rückrunde schlug er in der Mitte auf und konnte dennoch eine beachtliche 6:8-Bilanz spielen. Beide Spieler gelten als überaus ehrgeizig und trainingsfleißig. Sie sollen im hinteren Paarkreuz des VfR in der Regionalliga punkten. „Es war die richtige Entscheidung, die beiden zu verpflichten. Sie sind heiß und werden schnell besser werden“, so Streicher, der aber keinen Hehl daraus macht, dass der VfR noch jemanden fürs mittlere Paarkreuz sucht. Wer das ist, ließ er aber offen. pek

Man muss abwarten, wie die anderen Mannschaften aufgestellt sein werden, um eine Prognose abgeben zu können


Bator: Ich habe mich in Simmern sehr wohl gefühlt

Tischtennis Spitzenspieler verlässt den VfR und wechselt zum FSV Mainz 05 - Im Interview erklärt er die Gründe

Simmern. Seit nun sechs Jahren spielt Benjamin Bator als Nummer eins des VfR Simmern und war in jeder Saison der herausragende Tischtennisspieler der Hunsrücker. Nach Ende seines Studiums wird der Linkshänder ab der kommenden Saison für den FSV Mainz 05 aufschlagen. Die RHZ sprach mit Bator.
Herr Bator, nach sechs Jahren beim VfR Simmern werden Sie den Verein in Richtung Mainz verlassen. Ist Ihnen die Entscheidung schwer gefallen?
Natürlich ist mir das sehr schwer gefallen, aber anders hätte es keinen Sinn gemacht. Meine berufliche Entwicklung geht logischerweise vor.
Wie würden Sie die Zeit beim VfR Simmern beschreiben?
Es war ein super Zeit. Ich habe mich sechs Jahre sehr wohl gefühlt, aber jetzt kommt etwas Neues. Der Fokus liegt auf dem Beruf.
In diesem Jahr haben Sie bislang noch kein Spiel verloren. Sind Ihnen solche Statistiken wichtig?
Wichtig ist es nicht, aber natürlich wäre es schön wenn die Null stehen bleibt. Aber das zu schaffen, war nicht mein Ziel.
Der VfR hat Chen Zhibin als Ersatz für Sie verpflichtet. Reicht er als Spitzenspieler, um als Aufsteiger in der Regionalliga mithalten zu können?
Ein Spieler reicht da nicht aus, auch wenn ich glaube, dass Chen Zhibin in der kommenden Saison nur ganz wenige Spiele verlieren wird. Man muss abwarten, wie die anderen Mannschaften aufgestellt sein werden, um eine Prognose abgeben zu können. Ich bin aber sicher, dass der VfR Simmern die Oberliga halten kann. pek

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 19.03.11

Chen Zhibin wechselt zum VfR Simmern

Tischtennis Der 49-jährige Chinese und ehemalige Weltklasse-Akteur soll die Hunsrücker in der Regionalliga anführen


Simmern. Bis zum jüngsten 4:9 in Nassau war die Saison ein voller Erfolg für den VfR Simmern. Ungeschlagen führten die Tabelle der Tischtennis-Oberliga an. Abseits der Platte häuften sich aber die negativen Meldungen. Jetzt kann der VfR aber den ersten Neuzugang verkünden.

Tomasz Grubba wird kein Tischtennis mehr spielen können, Frederik Hoffmann beruflich bedingt nur noch aushelfen und Spitzenspieler Bator wechselt nach Mainz. Es war unklar, ob der VfR im Falle der Meisterschaft auch den Sprung in die Regionalliga wagen würde. Zu allem Überfluss mussten auch die erste Niederlage gegen Nassau hinnehmen.

Doch nach dem ersten sportlichen Misserfolg kam jetzt die guten Nachricht: Der VfR Simmern hat mit Chen Zhibin einen absoluten Top-Mann verpflichten können und wird im Falle eines Aufstiegs im kommenden Jahr auch in der Regionalliga antreten. Der 49-Jährige, der in seiner besten Zeit, die Nummer fünf der Weltrangliste war, hat in dieser Woche einen Vertrag beim VfR unterzeichnet.

Chen, der gleichzeitig auch holländischer Frauen-Nationaltrainer ist, sorgt beim VfR für Aufbruchstimmung. „Ich bin sicher, dass wir in seinem Sog keine Probleme haben werden, weitere Spieler für die Regionalliga zu finden. Chen wird eine hochpositive Bilanz in der Regionalliga spielen und sicher eine Leitfigur für unseren Verein sein. Es ist toll für die Region, einen Spieler zu haben, den Millionen von Chinesen kennen und der jetzt beim VfR Simmern spielt. Das ist schon geil“, so ein euphorischer Joachim Baustert. Der zweite Vorsitzende des Fördervereins dass der VfR Gespräche mit mit weiteren Verstärkungen ausgemacht hat. Namen wollte er aber keine nennen.

Eine Absage musste der VfR hinnehmen: Marian Schug vom FSV Kroppach, der dem Verein schon eine mündliche Zusage gegeben hatte, wechselt jetzt doch nach Grenzau. „Da waren wir schon überrascht, aber ich bin mir sicher, wir finden gute und junge Spieler“, so Joachim Baustert. Peter Krämer

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 05.03.11

Benjamin Bator verlässt den VfR Simmern

Tischtennis Eine Ära geht beim Oberliga-Tabellenführer zu Ende - Spitzenspieler zieht es zurück zum FSV Mainz 05


Simmern. Jetzt ist es amtlich: Der Oberliga-Tabellenführer VfR Simmern verliert mit Benjamin Bator seinen besten Tischtennisspieler. Der Linkshänder kehrt zur neuen Saison zum Regionalligisten FSV Mainz 05 zurück. Von den Rheinhessen war der 30-Jährige im Sommer 2005 in den Hunsrück gewechselt. Der Weggang Bators bedeutet für den VfR Simmern eine große Lücke, die nicht wieder zu füllen sein dürfte.

Sechs Jahre war Bator der Spitzenspieler der Hunsrücker und der Garant dass die Kreisstädter die eingleisige Regionalliga erreichten. Mittlerweile hat Bator sein Studium abgeschlossen und mit dem Refefendariat in Wörth bei Landau begonnen. Leben möchte Bator aber weiterhin in Mainz, zumindest am Wochenende, denn dort wohnt seine Lebensgefährtin. "Einen Spieler wie Benni werden wir kaum noch einmal bekommen. Er hat super zu uns gepasst, aber seine Entscheidung ist absolut nachvollziehbar", sagt Joachim Baustert. Der VfR-Spieler und Vorstandsmitglied des Fördervereins ergänzt: "Er hat uns bereits sehr früh von seinen Überlegungen in Kenntnis gesetzt. Es waren ganz faire und saubere Gespräche." Auch Mannschaftskapitän Markus Streicher sieht das so: "Wir können ihn verstehen und werden sicher in Kontakt bleiben."

Neben Bator wird auch Frederik Hoffmann in der neuen Saison nicht mehr zur Verfügung stehen. Auch Hoffmann hat im vergangenen Jahr sein Medizinstudium abgeschlossen und wird nun als Assistenzarzt an jedem zweiten Wochenende arbeiten müssen. Streicher: "Eventuell könnte Frederik uns gelegentlich in der zweiten Mannschaft helfen. Er wird zumindest im Verein bleiben." Auch Tomasz Grubba, dessen Verletzung nicht in den Griff zu bekommen ist, wird den Schläger wohl komplett in den Schrank schließen. Daniel Sporcic hat immerhin dem VfR für die neue Saison zugesagt.

Sportlich läuft es beim VfR derzeit als Tabellenführer blendend, abseits der Tische warten aber große Aufgaben auf Vorstand und Förderverein. Der ersten Mannschaft dürfte die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen sein. Auch die zweite und dritte Mannschaft kämpfen derzeit noch um den Aufstieg in die nächsthöhere Klasse. Drei von sechs Akteuren wird der VfR verlieren, gleichzeitig hat er aber die Chance, mit den ersten drei Teams aufzusteigen. Baustert sagt: "Wir werden alles versuchen in der kommenden Saison Regionalliga zu spielen, aber wir werden nichts Verrücktes tun. Wenn wir es schaffen, für die Regionalliga eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen, dann werden wir auch den Aufstieg wahrnehmen. Ansonsten konsolidieren wir uns in der Oberliga. Wir haben uns natürlich einen Plan B überlegt."

Worin der besteht, dass wollte Baustert noch nicht verraten. Klar ist aber auch, dass - wenn kein Spieler mehr zum VfR kommt - von unten aufgefüllt werden müsste, wodurch die zweite und dritte Mannschaft nach einem Aufstieg wohl kaum konkurrenzfähig sein dürften. Mit einem Spieler ist der VfR dem Vernehmen auch schon fast einig, jedoch nur für die Regionalliga. Wer den Hunsrückern bislang eine mündliche Zusage gegeben hat, ist jedoch noch unklar.

Es ist schwer einen Spieler zu finden, der unseren Anforderungen entspricht. Wir wollen keinen Akteur zu unseren Spielen extra einfliegen lassen, wie es bei vielen anderen Mannschaften der Fall ist. Dazu muss er vor allem menschlich passen und uns spielerisch verstärken. Und er darf natürlich nicht zu teuer sein", erklärt Joachim Baustert. Man darf gespannt sein, wer diesen Kriterien entspricht. Peter Krämer